Zur Psychologie des Eigentums (1.4.2014)

Einladung zu kritischer Suchbewegung

Dienstag, den 1. April 2014, um 20.00 Uhr im Gästehaus der Universität, Teerhof, Bremen

Zur Psychologie des Eigentums

Vortrag und Gespräch mit
Gerhard Vinnai
Professor für Analytische Sozialpsychologie

Die Lebenswelt des Kapitalismus wird vom Privateigentum bestimmt. In zwei Vorträgen soll eine sozialpsychologisch orientierte Kritik dieser Eigentumsform versucht werden. Es soll untersucht werden, welche psychischen Dispositionen das Privateigentum fördert oder hemmt. Damit verbunden soll das Nachdenken darüber angeregt werden, welche Möglichkeiten bestehen, die Fixierungen an das Privateigentum zu lockern und alternative Eigentumsformen zu erwägen. Ein erster Vortrag will diese Frage in einer theoriegeschichtlichen Perspektive untersuchen. Ein zweiter will konkreter auf die psychologische Bedeutung von bestimmten Gegenständen des Privateigentums eingehen und die Frage anschneiden, wie in der Gegenwart über Alternativen zum Privateigentum nachgedacht werden könnte.

Der erste Vortrag am 1.4.2014 soll eine jahrtausendealte Kritik des Privateigentums exemplarisch vorführen. Sie reicht von der Antike über das Christentum bis zum Sozialismus und Anarchismus. Diese Kritik will vor allem deutlich machen, dass das Privateigentum das soziale Wesen des Menschen zerstört. Dem steht eine lange Tradition der theoretischen Verteidigung des Privateigentums gegenüber, die ebenfalls exemplarisch zu Wort kommen soll. Sie will vor allem dessen ökonomische Effizienz und den Freiheitsgewinn, der mit ihm verbunden ist, betonen. Im Anschluss an die Darstellung der kontroversen Positionen soll versucht werden, ihren psychologischen Gehalt zu ermitteln. Zwischen ihnen scheinen unaufhebbare Antinomien zu bestehen. Können diese Antinomien aufgehoben oder wenigstens entschärft werden?

Der Termin für den zweiten Vortrag von Gerhard Vinnai zu diesem Thema wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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